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Büchereiverband Österreichs
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FAQs Bildrechte & Co

Diese untenstehenden Informationen ersetzen keine Rechtsberatung. Der BVÖ übernimmt keine Haftung in diesem Zusammenhang. Stand: Juli 2022

Anwaltliche Beratung durch: Mag. Maximilian Kralik, Rechtsanwalt und Kooperationspartner der Kanzlei Höhne, In der Maur & Partner Rechtsanwälte

Bei Fragen können Sie sich gern an Martina Stadler unter stadler@bvoe.at oder 01/4069722-25 wenden. Mitgliedsbibliotheken steht das Skriptum Rechtsgrundlagen für den Bibliotheksalltag für weitere Informationen zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Urheberrecht und Verwertungsrecht

Verwertungsgesellschaften

Bild-, Foto- und Videorechte

Bilder im Online-Katalog

Fotos und Videos auf Social-Media-Kanälen

Rechtliches im Rahmen von Leseförderungs- und Literaturvermittlungseinheiten

 

Was regelt das Urheberrecht?
Urheber:innen sind Schöpfer:innen eines Werkes. Das Urheberrecht regelt deren Rechte. Eine Eintragung oder Kennzeichnung ist für den Urheberrechtsschutz nicht erforderlich. Urheber:innen verfügen automatisch über Verwertungsrechte an ihren Bildern.

Was regelt das Verwertungsrecht?
Verwertungsrechte beinhalten die Veröffentlichung, Vervielfältigung, Verbreitung (Senden), das Vortragen bzw. Aufführung eines Sprachwerks, das Ausstellen eines Bildes und die öffentliche Zurverfügungstellung (beispielsweise im Internet). Auch die Bearbeitung und Übersetzung eines Werks bedarf der Zustimmung durch Urheber:innen. Diese können ihre Verwertungsrechte mit anderen teilen oder gänzlich abtreten. Dies kann unentgeltlich oder entgeltlich erfolgen – Verwertungsrecht bedeutet also nicht, dass zwingend Geld fließen muss.

Verwertungsrechte können räumlich, zeitlich und sachlich beschränkt oder unbeschränkt eingeräumt werden, exklusiv oder nicht exklusiv sein. Wenn Verwertungsrechte eingeräumt werden, kann dies mit oder ohne Bearbeitungsrecht sowie mit oder ohne Weiter- bzw. Unterlizenzierung geschehen (letzteres ist wichtig, wenn man ein Bild für Social Media nutzen will. Siehe auch Fotos auf Social-Media-Plattformen). 

Wenn Sie die Verwertungsrechte an einem Foto erwerben möchten, überlegen Sie vorab genau, auf welche Art das Foto verwendet werden soll und halten Sie die angesprochenen Punkte vertraglich fest. Achtung: Im Urheberrecht gilt der Grundsatz, dass im Zweifel (noch dazu bei Unentgeltlichkeit) immer davon auszugehen ist, dass Urheber:innen eher weniger als mehr Rechte hergeben.

Darf ich Sicherungskopien (gemäß §42 Z.7 Urheberrechtsgesetz) in der Art anfertigen, dass ich die Musikcassetten auf CDs brennen und dann diese anstelle der Musikcassetten in den Verleih bringen?
Diese Ausnahmebestimmung für öffentliche Sammlungen (so auch für Bibliotheken) setzt nicht voraus, dass das angefertigte Vervielfältigungsstück mit dem ursprünglichen Werkstück ident (also auf demselben Trägermaterial) sein muss. Da die Digitalisierung eines Werks auch keine Bearbeitung darstellt (diese wäre nämlich zustimmungspflichtig), spricht aus derzeitiger rechtlicher Sicht nichts dagegen, dass das Vervielfältigungsstück einer Musikcassette auf einer CD erstellt wird. Wesentlich ist, dass keine kommerziellen Zwecke verfolgt werden dürfen und, dass das Vervielfältigungsstück statt des Originals (also nicht zusätzlich) verliehen wird.

Darf ich Mobi Hörsticks in der Bibliothek verleihen (da sie unter den Tatbestand des §16a Urheberrechtsgesetz (Vermieten und Verleihen) fallen)?
Das Verleihen von Mobi-Hörsticks durch Bibliotheken ist zulässig, da der Tatbestand des §16a Urheberrechtsgesetz erfüllt ist. (Ausnahmen von §16a stellen das Vermieten und Verleihen zum Zweck der Rundfunksendung (§ 17) sowie des öffentlichen Vortrags und der öffentlichen Aufführung und Vorführung, sowie für Werke der angewandten Kunst dar.)

Dürfen Leseexemplare in den Verleih aufgenommen werden?
Leseexemplare dienen dazu, eine Kaufentscheidung zu treffen. Sie sind nicht dazu gedacht, dass sie in Umlauf gebracht werden. Deshalb dürfen sie nicht in den Verleih aufgenommen werden.

Dürfen selbst besprochene Kreativtonies in den Verleih gebracht werden?
Selbst gestaltete Kreativtonies dürfen nur in den Verleih gebracht werden, wenn die entsprechenden Rechte vorliegen. Das heißt, dass das eingelesene Buch entweder gemeinfrei sein muss (70 Jahre nach dem Tod der letzten beteiligten Urheber:innen) oder der Verlag eine Genehmigung dafür erteilt, dass Sie die Aufnahme in den Verleih bringen dürfen. Die bereits besprochen gekauften Tonies gelten als Hörbuch/Hörspiel und können deshalb wie diese verliehen werden.

Was sind Verwertungsgesellschaften und welche Relevanz haben sie im Rahmen der Bibliotheksarbeit?

Urheber:innen haben einen Anspruch auf Vergütung, wenn ihre Werke öffentlich vorgetragen werden. Darum kümmern sich die Verwertungsgesellschaften. Sie heben Entgelte ein und zahlen sie den Urheber:innen aus.

Im Rahmen der Bibliotheksarbeit sind zwei Verwertungsgesellschaften besonders wichtig: Die Literar-Mechana und die AKM (Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger (AKM) reg. Gen.m.b.H.). Die erstgenannte ist für die Vorführung von Sprachwerken zuständig, die zweitgenannte für die von Musikwerken.

An welche Verwertungsgesellschaft wende ich mich, wenn ich eine Vorführung eines Sprachwerkes ohne Musikbegleitung (Lesung, Bilderbuchkino etc.) plane?

Planen Sie die Vorführung eines Sprachwerkes ohne Musikbegleitung, müssen Sie in den meisten Fällen nicht weiter tätig werden.

Der BVÖ hat eine Pauschalvereinbarung mit der Verwertungsgesellschaft Literar-Mechana getroffen, die einen Großteil der Veranstaltungen in Bibliotheken abdeckt.

Die Vereinbarung ist unter folgenden Voraussetzungen gültig:

  • Bibliotheksträger ist Mitglied des Büchereiverbandes
  • Bibliothek ist Veranstalter
  • Veranstaltung muss nicht in den Räumlichkeiten der Bibliothek stattfinden
  • Gültig für alle öffentlichen Vorträge von Sprachwerken unabhängig von Eintritt, Veranstaltungsgröße und Honoraren für die Vortragenden

Ausnahme: Nicht alle Autor:innen werden von der Literar-Mechana vertreten. Sollten Sie die Texte von Thomas Bernhard, Max Goldt, Edgar Hilsenrath, Dieter Nuhr und Loriot, sowie US-amerikanische Autor:innen, die im Bastei-Lübbe Verlag erschienen sind (z. B. Stephen King) vortragen wollen, kontaktieren Sie bitte den zuständigen Verlag.

Unter den genannten Voraussetzungen muss die Veranstaltung nicht gemeldet werden. Es ist darüber hinaus auch keine Bekanntgabe an den BVÖ nötig.

An welche Verwertungsgesellschaft wende ich mich, wenn ich eine Vorführung eines Sprachwerkes mit Musikbegleitung oder eine Musikveranstaltung plane?

Wenn Sie Veranstaltungen mit Musik durchführen, müssen Sie vorab bei der AKM eine Aufführungslizenz erwerben. Hier finden Sie Ihre zuständige Geschäftsstelle, bei der Sie Veranstaltungen melden können und die Sie auch gern berät. Die Anmeldung können Sie online erledigen.

Unter folgenden Voraussetzungen ist keine Aufführungslizenz notwendig:

  • Aufführung ausschließlich freier Werke: Musikwerke sind ab ihrem Entstehen bis 70 Jahre nach dem Tod aller an der Werkschaffung beteiligten Urheber:innen urheberrechtlich geschützt. Danach werden sie zu freien Werken. Achtung: Neufassungen und bearbeitete Werke genießen von neuem einen 70-jährigen Urheberrechtsschutz.
  • Aufführungen von Künstler:innen, die ausschließlich Werke vortragen, die selbst komponiert und nicht bei der AKM angemeldet wurden (Haben die Künstler:innen das Werk nicht bei der AKM gemeldet, bekommen sie keine Tantiemen dafür. Deshalb ist keine Aufführungslizenz durch die AKM nötig. Achtung: Der Urheberrechtsschutz hat damit nichts zu tun. Diese Werke sind trotzdem urheberrechtlich geschützt.)

Sind Spieleveranstaltungen einer Verwertungsgesellschaft zu melden?
Eine Abgeltung für öffentliche Spieleveranstaltung (Quizabende usw.) ist uns nicht bekannt. Im Gegensatz zu einer Lesung/Musikvorführung handelt es sich um keinen öffentlichen Vortrag.

Was ist der Fotocredit?
Der Fotocredit ist die Bezeichnung eines Fotos mit dem Namen der Urheber:innen oder Hersteller:innen. Diese entscheiden, ob und in welcher Form die Urheber:innenbezeichnung zu erfolgen hat. Der Fotocredit ist beim Bild in einer eindeutig zuordenbaren Form anzuführen. Bitte beachten Sie, dass die Mouse-Over Funktion nur dann ausreicht, wenn die Urheber:innen ausdrücklich zustimmen (Über mobile Geräte ist der Fotocredit mittels Mouse-Over nicht sichtbar). Hier sollte also auch im Zweifel mit den Urheber:innen genau abgeklärt werden, wie die Urheber:innenbezeichnung zu erfolgen hat.

Was bedeutet Bildnisschutz?
Der Bildnisschutz wird auch „Recht am eigenen Bild“ genannt, was bereits eine sehr gute Erklärung abliefert, wobei hier sowohl Standbilder (also Fotos) als auch Laufbilder (also Videos) erfasst sind. Fotos von Personen(gruppen) dürfen nicht veröffentlicht werden, wenn dadurch die Interessen der Abgebildeten verletzt werden (z. B. Aufnahmen von Personen in herabwürdigenden Situationen, Werbezwecke). Siehe auch Bilder von Veranstaltungen.

Besonders sensibel sind Fotos von Kindern zu behandeln (siehe auch Fotos von Kindern).

Unter welchen Voraussetzungen dürfen Bilder von Veranstaltungen online gestellt werden?
Sofern die Fotos zur Dokumentation einer öffentlich zugänglichen Veranstaltung dienen, dürfen diese veröffentlicht werden. Die Bilder dürfen jedoch die Interessen der abgebildeten Personen nicht verletzen und nicht zu kommerziellen Werbezwecken verwendet werden (siehe auch Bildnisschutz). Wenn Sie bei Veranstaltungen fotografieren und die Bilder veröffentlichen möchten, ist es – um Konflikten vorzubeugen – ratsam, vor Beginn der Veranstaltung schriftlich oder mündlich darauf hinzuweisen.

Unter welchen Bedingungen dürfen Fotos von Kindern veröffentlicht werden?
Bei Kindern unter 14 Jahren ist es notwendig, dass die Erziehungsberichtigten ihre Zustimmung zu Bildaufnahmen und Veröffentlichung geben. Es ist empfehlenswert, dass Sie auch die Kinder um Erlaubnis fragen, bevor Sie diese fotografieren.

Ab 14 Jahren sind Kinder mündige Minderjährige, das heißt, dass sie selbst entscheiden dürfen, ob sie den Bildaufnahmen samt Veröffentlichung zustimmen. Man kann davon ausgehen, dass sie sich der Tragweite ihrer Entscheidungen bereits bewusst sind.

Was bedeutet Creative Commons und was ist eine Creative Commons (CC) Lizenz?
Creative Commons ist eine Organisation, die sich mit Lizenzen zur entgeltfreien Nutzung von Werken verschiedenster Art, darunter auch Fotos, befasst. CC-lizenzierte Bilder dürfen unter der Einhaltung bestimmter Lizenzbedingungen (Namensnennung, Bearbeitungsverbot, nur für nicht-kommerzielle Zwecke u.a.) entgeltfrei verwendet werden. Achtung: Ein Verstoß gegen nur eine einzige Lizenzbedingung bewirkt, dass die gesamte Verwertung eines Bildes eine Verletzung des Urheberrechts begründet. Entgeltfreie Bilder sind über verschiedene Plattformen zu finden. Bitte schauen Sie bei jedem einzelnen Bild genau, welche Nutzungsbedingungen gelten, da es verschiedene Arten von Lizenzen gibt (es macht einen Unterschied, ob ein Bild geteilt oder auch bearbeitet werden darf).

Was sind Bildagenturen?
Bildagenturen sind Unternehmen, die Verwertungsrechte von Fotograf:innen erwerben und die Bilder weiterverkaufen (z. B. APA Picturedesk, Fotolia, Shutterstock). Beachten Sie bitte die jeweiligen Nutzungsbedingungen der Anbieter. Auch hier gilt: Der Vorstoß gegen eine einzige Lizenzbedingung bewirkt, dass die gesamte Verwertung eines Bildes eine Verletzung des Urheberrechts begründet.

Was bedeutet kommerzielle/nicht kommerzielle Verwendung von Bildern?
Manche Bilder sind nur für nicht kommerzielle Zwecke frei verwendbar. Kommerzielle Nutzung bedeutet, dass in erster Linie ein finanzieller Vorteil erzielt wird. Wenn Sie beispielsweise ein Bild zur Bewerbung einer Veranstaltungen verwenden, bei der Eintrittsgelder eingenommen werden, die die Ausgaben übersteigen, liegt eine kommerzielle Verwendung vor. Es ist folglich vom konkreten Vorhaben abhängig, ob man von kommerzieller oder nicht kommerzieller Verwendung spricht. Im Zweifel ist von einer kommerziellen Nutzung auszugehen, daher sollten in Zweifelsfällen nur Bilder verwendet werden, die auch kommerziell genützt werden dürfen.

Wie gehe ich vor, wenn ich ein Mediencover (z. B. für Buchvorstellung, Rezension, Veranstaltungsankündigung) online oder gedruckt verwenden möchte?
Zahlreiche Verlage bieten Cover ihrer Bücher/Medien für Pressezwecke, Buchbesprechungen etc. zum freien Download auf der Website an. Wenn das Cover unter den vom Verlag beschriebenen Rahmenbedingungen (auch das sind Lizenzbestimmungen) verwendet wird, ist eine freie Nutzung möglich. Für alle anderen Zwecke sollte eine schriftliche Genehmigung, die die konkrete Verwendung benennt, vom Verlag eingeholt werden.

Auch wenn Sie ein Cover in einem anderen Setting selbst abfotografieren (z. B. auf einem Tisch, mit anderen Büchern) kann das Einholen einer Verlagsgenehmigung ratsam sein.

Anmerkung BVÖ: Es ist uns bislang kein Fall bekannt bzw. gemeldet worden, in dem die Verwendung eines Mediencovers im Rahmen der Bestandspräsentation eine Verlagsbeschwerde oder gar rechtliche Konsequenzen nach sich gezogen hätte.

Wie gehe ich vor, wenn ich ein Autor:innenporträt (z. B. für Veranstaltungsankündigung) online oder gedruckt verwenden möchte?
Wenn Sie ein Autor:innenporträt verwenden möchten, ist es notwendig, sich eine Genehmigung des:der Fotograf:in bzw. des:der Nutzungsrechteinhaber:in einzuholen. Solche Genehmigungen holen Sie am besten in Schriftform ein, um diese zu einem späteren Zeitpunkt auch belegen zu können. Bewahren Sie diese sorgfältig auf und bedenken Sie folgendes: Rechteinhaber:innen können ihre Ansprüche 3 Jahre nach Bekanntwerden eines Verstoßes, insgesamt aber sogar 30 Jahre nach der unerlaubten Verwendung eines Bildes geltend machen.

Was ist zu beachten, wenn Medien per Video vorgestellt werden und das Video online gestellt wird (Bestandspräsentation im Videoformat)?
Bibliotheken dürfen ohne Rücksprache mit den Rechteinhaber:innen Medien Ihres Bestandes in Videos präsentieren und diese auf der Bibliothekswebsite online stellen. Mediencover dürfen gezeigt und Inhaltsangaben dürfen vorgelesen werden. Auch das Vorlesen einiger weniger Sätze zu Zitatzwecken ist gestattet, solange es sich um eine Bestandspräsentation und kein Veranstaltungsformat handelt.

Was droht der Bibliothek im schlimmsten Fall bei einer Urheberrechtsverletzung?
Urheber:innen/Nutzungsrechteinhaber:innen können die Unterlassung der Verwendung und die Entfernung des Bildes (Unterlassungs- und Beseitigungsanspruch) sowie ein angemessenes Entgelt verlangen, das sich nach Art und Dauer der Verwendung des betreffenden Bildes richtet. Darüber muss auf Verlangen der Berechtigten Auskunft gegeben werden. Dazu kommen eine Schadenersatzzahlung in der Höhe des Entgelts und die mitunter nicht geringen Kosten des Einschreitens durch einen Rechtsanwalt; Kosten zwischen 500 und 1.000 Euro sind keine Seltenheit.

In welcher Form dürfen Mediencover in Bibliothekskatalogen verwendet werden?
In zahlreichen Bibliothekskatalogen ist es möglich, neben anderen Daten auch Mediencover einzubinden. Die Katalogssoftware greift üblicherweise auf buchhandel.de und Amazon zu. (Wenn Sie sich nicht sicher sind, welcher Anbieter eingespielt wird, kontaktieren Sie Ihren Softwareanbieter.) Buchhandel.de und Amazon erlauben die Nutzung der Buchcover, sofern eine Verlinkung auf deren Website erfolgt.

Die Cover werden als dynamischer Link eingefügt. Das Herunterladen bzw. das Hochladen dieser Cover auf den eigenen Server ist nicht gestattet. Worin besteht der Unterschied zwischen einem verlinkten und einem hochgeladenen Cover? Wenn Anbieter das Cover ändern oder löschen, hat das direkte Auswirkungen auf den Katalog. Wenn Sie das Cover herunterladen und über den eigenen Server zur Verfügung stellen, bleibt das Cover unverändert.

Hier können Sie die Nutzungsvereinbarung von buchhandel.de und Amazon nachlesen:

Was muss beachtet werden, wenn die Bibliothek Fotos auf Social-Media-Plattformen verwenden möchte?
Bei der Verwendung von Fotos im Social-Media-Bereich ist mit Bedacht vorzugehen. Bei zahlreichen Plattformen wie Facebook, Twitter oder YouTube erfolgt durch das Posten/Hochladen eines Bildes/Videos die Übertragung der Nutzungsrechte an die Plattformbetreiber. Vergewissern Sie sich deshalb, ob Sie das Recht haben, die Nutzungsrechte an einem Bild, einem Plakat oder ähnlichem weiterzugeben. Das Recht, ein Werk selbst zu nutzen, beinhaltet nicht das Recht zur Weitergabe von Nutzungsrechten an Dritte.

Dürfen YouTube-Videos in die eigene Website eingebunden werden?
Die Einbettung eines Videos als Link stellt kein Problem dar. Möchte man ein Video auf die eigene Website hochladen, müssen Nutzungsrechteinhaber:innen zustimmen. Erklärung: Ist das Video nur als Link eingebettet und wird von der verlinkten Website gelöscht, ist es auch auf der eigenen Website nicht mehr verfügbar. Wenn das Video auf die eigene Website hochgeladen wird, ist dem nicht so.

    Darf ich im Rahmen einer Veranstaltung Materialien wie Bastelvorlagen, Liedtexte oder Noten kopieren und den Teilnehmer:innen zur Verfügung stellen?
    Bastelvorlagen, Liedtexte und Noten sind in der Regel urheberrechtlich geschützt. Für deren Vervielfältigung und Verbreitung in der Öffentlichkeit ist die Zustimmung der Urheber:innen notwendig, wobei die Werknutzungsrechte in der Regel beim Verlag liegen. Die Nennung der Urheber:innen bzw. die Bekanntgabe der Quelle ist nicht ausreichend (nur bei Zitaten zulässig).

    Dasselbe gilt für Unterlagen aus dem Internet, außer die Materialien wurden als frei verwendbar gekennzeichnet (z. B. durch einen entsprechenden Text auf der Website).

    Zwar ist die zustimmungslose Vervielfältigung und Verbreitung durch die Bibliothekar:innen unzulässig, im Urheberrecht besteht jedoch im Rahmen der freien Werknutzung die Möglichkeit, ohne Zustimmung Vervielfältigungsstücke zum eigenen Gebrauch anzufertigen. Das bedeutet, jede:r Teilnehmer:in darf für sich selbst eine Kopie anfertigen.

    Darf ich Illustrationen aus Bilderbüchern im Zuge von Leseförderungs- bzw. Literaturvermittlungseinheiten verwerten (z. B. Memo-Spiele erstellen, Pappfiguren anfertigen etc.)?
    In solchen Fällen ist die Zustimmung von Urheber:innen/Rechteinhaber:innen notwendig. Die Kopie und anschließende Verwendung der Bilder stellt eine Bearbeitung und Verwertung von Vervielfältigungsstücken dar, die nur mit Zustimmung der Rechteinhaber:innen erfolgen dürfen. Das gilt auch für kostenlose Veranstaltungen in Bibliotheken.

    Dürfen Quizfragen aus Quizbüchern, Quizspielen oder Internetquellen bei öffentlich beworbenen Quizabenden in einer Bibliothek verwendet werden? Eine weitere Aufzeichnung der Quizfragen und -antworten, weder analog noch digital, wird nicht getätigt.

    Wissen ist urheberrechtlich nicht geschützt. Erst die konkrete Darstellung von Wissen in einer Form, die eine eigentümliche geistige Schöpfung darstellt, kann urheberrechtlichen Schutz erlangen (beispielsweise als Artikel oder Aufsatz). Auf Quizfragen umgelegt bedeutet das, dass in der Regel die Fragestellung nicht derart eigentümlich ist, dass sie urheberrechtlich geschützt wäre. Anders ist beispielsweise das gesamte Quiz einzelner Hersteller:innen zu beurteilen. Das gesamte Quiz wäre möglicherweise als Sammelwerk schutzfähig.

    Quizfragen stellen kein urheberrechtlich geschütztes Werk da, weshalb keine urheberrechtlich relevante Verwertungshandlung vorliegt. Anders wäre es beispielsweise, wenn auch Fragen zu Bildern, Filmausschnitten, Liedsequenzen oder ähnliche Materialien zum Einsatz kommen und diese Werke auch vorgeführt, vorgespielt oder vorgezeigt werden. Aber auch hier wäre nicht die Frage selbst geschützt, sondern das konkrete Werk, auf das sich die Frage bezieht und das verwertet wird. Sollte eine solche Verwendung von Werken geplant sein, wäre wohl bei strenger Betrachtung die jeweilige Zustimmung der Rechteinhaber:innen notwendig – der damit verbundene Aufwand wäre allerdings unverhältnismäßig. In diesem Fall bestehen realistischerweise zwei Möglichkeiten: entweder man verzichtet auf die Verwendung dieser Hilfsmittel oder man nimmt die (geringfügige) Verletzung der Urheberrechte in Kauf.

    Die Nennung von Hersteller:innen als Quellen der Quizfragen ist weder notwendig noch empfehlenswert, denn dadurch könnte der Eindruck erweckt werden, dass die Hersteller:innen mit dem Quizabend in Verbindung stehen und womöglich könnte dadurch eine Markenrechtsverletzung im Raum stehen. Da die Nennung einer Quelle nie die Zustimmung von Rechteinhaber:innen ersetzen kann, raten wir von der Nennung der Quelle in diesem Fall sogar ab.

    Was ist zu beachten, wenn ich Zitate aus Büchern zum Beispiel in Schaufenstern der Bibliothek oder in deren Umgebung anbringen möchte?

    Werke, für die der Urheberrechtsschutz erloschen ist (also Werke, deren Verfasser:innen bereits länger als 70 Jahre verstorben sind), können frei zitiert werden. Vorsicht ist bei Neufassungen geboten; diese genießen einen erneuten Urheberrechtsschutz.

    Für jüngere Werke sind aus rechtlicher Sicht streng genommen die Verlage um Erlaubnis zu fragen. Aus praktischer Sicht ist nicht davon auszugehen, dass sich Verlag oder Autor:innen über ein Zitat im Schaufenster beschweren, sofern Werk und Autor:in ordentlich genannt werden. (Dies verhält sich ähnlich den Mediencovern, die ebenfalls urheberrechtlich geschützt sind.)

    Übrigens: Das Zitatrecht würde hier keine Anwendung finden, denn laut diesem ist ein freies Zitat dann möglich, wenn es als Belegstelle in einem eigenen Text eingebettet wird. Das ist hier nicht der Fall.

    Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind zu beachten, wenn ich aus einem Buch vorlese, die Lesung aufzeichne und als Video zur Verfügung stellen möchte?
    Wenn Sie aus einem fremden Werk vorlesen möchten, fragen Sie den Verlag vorab um Genehmigung dafür. Informieren Sie den Verlag so genau wie möglich, wie das Video eingesetzt werden soll (eigene Website, Weitergabe an Dritte für deren Websites etc.). Eine Genehmigung ist immer einzuholen, egal ob das Werk gesamt oder ausschnittweise gelesen wird und, ob ein Video live gestreamt oder dauerhaft zur Verfügung gestellt wird.

    Für Autor:innen, die aus eigenen Werken lesen, gelten die Vertragsrichtlinien mit dem Verlag. Hat der Verlag das exklusive Werknutzungsrecht am Werk, haben auch sie eine Einwilligung von Verlagsseite einzuholen. Eine umfassende Information zu diesem Thema können Sie hier nachlesen.Eine andere Möglichkeit ist es, aus gemeinfreien Werken vorzulesen, zum Beispiel Grimm´sche Märchen. Bitte beachten Sie, dass nur die Orginialtexte gemeinfrei sind, allfällige Adaptionen nicht. Eine Sammlung von Märchentexten zur freien Verfügung finden Sie hier.

    Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind im Zuge von Story Walks zu beachten?

    Verwendet man kopierte Seiten aus einem Buch, ist die Genehmigung der Rechteinhaber:innen notwendig (weil eine Vervielfältigung stattfindet). Trennt man Seiten des Buches heraus, ist dazu keine Genehmigung erforderlich. Letztgenanntes gilt jedoch nur, wenn der Kontext der Geschichte nicht verändert wird. Virtuelle Story Walks bedürfen immer einer Genehmigung durch Rechteinhaber:innen.

    Was muss ich über geschützte Wortmarken wissen?

    Bestimmte Begriffe oder Wortfolgen können urheberrechtlich bzw. markenrechtlich geschützt sein. Beispiele hierfür sind die Begriffe memory® und emoji®. Es ist deshalb ratsam, alternative Begriffe, etwa Memo-Spiel oder Gedächtnisspiel bzw. Emoticon zu verwenden.

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